Lean Coffee Deutschland fängt hier an

WAS IST LEAN COFFEE(tm)?

Lean Coffee ist ein strukturiertes aber initial Agenda-loses Treffen. Die Teilnehmer treffen sich, erschaffen die Agenda und beginnen zu reden. Die Gespräche sind zielgerichtet und produktiv, weil die Agenda für das jeweilige Treffen demokratisch und aktuell zustande gekommen ist.
In diesen Tagen finden weltweit dutzende von Lean Coffees statt – unter anderem in Köln, Seattle, San Francisco, Stockholm, Toronto, Boulder, New York City sowie an vielen weiteren Orten.

WOHER KOMMT LEAN COFFEE?

Lean Coffee wurde 2009 in Seattle in’s Leben gerufen. Jim Benson und Jeremy Lightsmith wollten eine Gruppe starten um über den Einsatz von Techniken aus dem Bereich Lean für Wissensarbeit zu diskutieren – aber sie wollten keine komplett neue, schwerfällige Organisation mit Steuerungs-Komitees, Sprechen und solchen Dingen erschaffen. Sie wollten eine Gruppe, die von nichts anderem Abhängig ist als von den Leuten, die zu den Treffen auftauchen und lernen und erschaffen wollen.
Mittlerweile findet der Seattle Lean Coffee jede Woche statt, ist sehr beliebt und erfordert nichts weiter, als dass jemand dabei ist, der schon vorher mal dabei war – und selbst dass nur damit alle wissen, wo sie die Post-Its finden.

WIE FUNKTIONIERT LEAN COFFEE?

Das Format für einen Lean Coffee ist sehr einfach. Absichtlich. Es soll die minimale Struktur vorgeben, die für ein stimmiges und produktives Treffen notwendig ist. Nicht mehr, nicht weniger.

1. Ein einfaches "Personal Kanban" aufsetzen

Ein persönliches Kanban-Board

Bereit | In Arbeit | Erledigt -> das denkbar einfachste “Personal Kanban”

In diesem minimalen Personal Kanban haben wir die Dinge, die diskutiert werden sollen in der ersten Spalte, das aktuelle Thema in der mittleren und in der letzten die besprochenen Themen.

Das gibt der Unterhaltung die Struktur – als nächstes müssen wir das Personal Kanban Board befüllen.

2. Worüber soll gesprochen werden

Gefülltes "Backlog"

Die Teilnehmer fügen ihre eigenen Themen hinzu

Jeder bekommt nun Post-Its und einen Stift und füllt die “Discuss” Spalte mit den eigenen aktuellen Themen. Das kann tatsächlich alles sein, was die Teilnehmer diskutieren oder als Thema behandeln wollen. Zu diesem Zeitpunkt sollen so viele unterschiedliche Ideen wie möglich generiert werden.

Wenn die Ideen einen bestimmten Punkt erreicht haben (Ihr selber werdet am besten beurteilen können wann das ist) bekommt jedes Thema eine kurze, ein oder zwei Sätze lange Vorstellung, damit alle Wissen worüber sie abstimmen

3. Abstimmen und reden

Angeregte Diskussionen

Ein Lean Coffee spät in der Nacht in Stockholm

Jeder Teilnehmer bekommt 2 Stimmen. Beide Stimmen können für das gleiche oder für unterschiedliche Themen abgegeben werden. Pro Stimme wird einfach ein Punkt auf das Post-It gemacht, an dem man interessiert ist. Sobald die Punkte ausgezählt und die Post-Its sortiert sind kann die Konversation beginnen.

Das Entscheidende hier ist, dass Ihr dann eine Liste von Themen habt, an denen alle am Tisch interessiert sind und bei denen jeder eine Motivation hat, an der Diskussion ernsthaft teil zu nehmen.

WAS IST, WENN ICH EINEN EIGENEN LEAN COFFEE STARTEN WILL?

Tu es! Es ist wirklich so einfach.

WAS IST, WENN ICH SCHON EINEN GESTARTET HABE?

Wenn Du einen Lean Coffee gestarted hast und interesse daran hast, dann gibt es die Möglichkeit eine Subdomain wie seattle.leancoffee.org zu schalten. Wir planen in der Zukunft an einer interaktiven Landkarte zu arbeiten, die alle Lean Coffees weltweit zeigt, so dass man sowohl einen Lean Coffee in der Nähe finden, als auch auf Reisen nach einem Lean Coffee am Bestimmungsort gucken kann. Wir müssen nur wissen, wo sie sind.

WER ORGANISIERT DIE DEUTSCHEN LEAN COFFEEs?

Niemand.
Jeder.
Cornelius Bolten, Boeffi und Michael Mahlberg haben 2012 angefangen in Köln zu Lean {Coffees | Brunches} einzuladen und weil es keine deutsche Website dazu gab, ist diese Übersetzung des Originals aus Seattle entstanden.

Lean Coffee (tm) ist ein Warenzeichen von Modus Cooperandi. 
Wir [Modus Cooperandi] wollten den Namen schützen, damit niemand
damit  Unfug machen kann.
Übersetzung: Michael Mahlberg, Lektorat: Boeffi

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